Impfstoff als letzter Ausweg? Off-Label-Einsatz von LetiFend® bei schwerer caniner Leishmaniose
In einer aktuellen Publikation im Journal Vaccines berichten wir über einen Rüden aus Sardinien, der schwer an Leishmaniose erkrankt war und bei dem eine Behandlung mit Allopurinol nicht anschlug: Der Zustand des Hundes verschlechterte sich so dramatisch, dass keine alternative leishmanizide Therapie mehr durchgeführt werden konnte. Als letzte Option wurde daraufhin einmalig der Impfstoff LetiFend® eingesetzt. Innerhalb von etwa drei Wochen besserte sich der Zustand deutlich, und in den folgenden 24 Monaten blieb der Hund klinisch stabil, während sich mehrere Laborwerte verbesserten.

graphical abstract therapeutic vaccination
Der veröffentlichte Fallbericht ist eine interessante Beobachtung, aber weder ein eindeutiger Wirksamkeitsnachweis noch eine Therapieempfehlung, denn LetiFend® ist nur zur Vorbeugung bei nicht infizierten Hunden zugelassen. Ob leishmanienspezifische Impfstoffe bei bereits erkrankten Hunden helfen können, müssen kontrollierte klinische Studien klären. → Weiterlesen im Fallbericht
