• Spenden und Bußgeld
  • Erbschaft & Spenden
Parasitus Ex e.V.
  • Der Verein
    • Über uns
    • Satzung
    • Beitritt
    • Spenden
    • Projekte
  • Kontakt
  • Aktuelles
  • Krankheiten
    • Generelle Hinweise
    • Leishmaniose
      • Allgemeines Leishmaniose
      • Überblick Leishmaniose
      • Historie Leishmaniose
      • Überträger/Übertragung Leishmaniose
      • Verbreitung Leishmaniose
      • Erreger und Zyklus Leishmaniose
      • Diagnostik Leishmaniose
      • Symptome Leishmaniose
      • Labor Leishmaniose
      • Behandlung Leishmaniose
      • Vorbeugung Leishmaniose
    • Ehrlichiose
      • Allgemeines Ehrlichiose
      • Überblick Ehrlichiose
      • Historie Ehrlichiose
      • Überträger/Übertragung Ehrlichiose
      • Verbreitung Ehrlichiose
      • Erreger und Zyklus Ehrlichiose
      • Diagnostik Ehrlichiose
      • Symptome Ehrlichiose
      • Labor Ehrlichiose
      • Behandlung Ehrlichiose
      • Vorbeugung Ehrlichiose
    • Anaplasmose
      • Allgemeines Anaplasmose
      • Überblick Anaplasmose
      • Historie Anaplasmosen
      • Überträger/Übertragung Anaplasmose
      • Verbreitung Anaplasmose
      • Erreger und Zyklus Anaplasmose
      • Diagnostik Anaplasmose
      • Symptome Anaplasmose
      • Labor Anaplasmose
      • Behandlung Anaplasmose
      • Vorbeugung Anaplasmose
    • Babesiose
      • Allgemeines Babesiose
      • Überblick Babesiose
      • Historie Babesiose
      • Überträger/Übertragung Babesiose
      • Verbreitung Babesiose
      • Erreger und Zyklus Babesiosen
      • Diagnostik Babesiose
      • Symptome Babesiose
      • Labor Babesiose
      • Behandlung Babesiose
      • Vorbeugung Babesiose
    • Rickettsiose
      • Allgemeines Rickettsiose
      • Überblick Rickettsiose
      • Historie Rickettsiose
      • Überträger/Übertragung Rickettsiose
      • Verbreitung Rickettsiose
      • Erreger und Zyklus Rickettsiose
      • Diagnostik Rickettsiose
      • Symptome Rickettsiose
      • Labor Rickettsiose
      • Behandlung Rickettsiose
      • Vorbeugung Rickettsiose
    • Filariosen
      • Allgemeines Filariose
      • Überblick Filariosen
      • Definition und Historie Filariosen
      • Überträger/Übertragung Filariosen
      • Verbreitung Filariosen
      • Erreger und Zyklus Filariosen
      • Diagnostik Filariosen
      • Symptome Filariosen
      • Labor Filariosen
      • Behandlung Filariosen
      • Vorbeugung Filariosen
    • Neosporose
      • Allgemeines Neosporose
      • Überblick Neosporose
      • Historie Neosporose
      • Überträger/Übertragung Neosporose
      • Verbreitung Neosporose
      • Erreger und Zyklus Neosporose
      • Diagnostik Neosporose
      • Symptome Neosporose
      • Labor Neosporose
      • Behandlung Neosporose
      • Vorbeugung Neosporose
    • Hepatozoonose
      • Allgemeines Hepatozoonose
      • Überblick Hepatozoonose
      • Historie Hepatozoonose
      • Überträger/Übertragung Hepatozoonose
      • Verbreitung Hepatozoonose
      • Erreger und Zyklus Hepatozoonose
      • Diagnostik Hepatozoonose
      • Symptome Hepatozoonose
      • Labor Hepatozoonose
      • Behandlung Hepatozoonose
      • Vorbeugung Hepatozoonose
    • Thelaziose
      • Allgemeines Thelaziose
      • Überblick Thelaziose
      • Historie Thelaziose
      • Überträger/Übertragung Thelaziose
      • Verbreitung Thelaziose
      • Erreger und Zyklus Thelaziose
      • Diagnostik Thelaziose
      • Symptome Thelaziose
      • Labor Thelaziose
      • Behandlung Thelaziose
      • Vorbeugung Thelaziose
    • Pentastomiasis
      • Allgemeines Pentastomiasis
      • Überblick Pentastomiasis
      • Historie Pentastomiasis
      • Überträger/Übertragung Pentastomiasis
      • Verbreitung Pentastomiasis
      • Erreger und Zyklus Pentastomiasis
      • Diagnostik Pentastomiasis
      • Symptome Pentastomiasis
      • Labor Pentastomiasis
      • Behandlung Pentastomiasis
      • Vorbeugung Pentastomiasis
  • Forschung
    • Kartenmaterial
      • Auwaldzecke/Deutschland
      • Parasiten/Europaweit
      • Verteilung der Vereinsmitglieder
    • Publikationen
      • Überblick
      • Wissenschaftlich
      • Fachzeitschriften
      • Tiermagazine
      • Diplomarbeiten
      • Schülerarbeiten
  • Downloads
    • Banner
    • Beitrittsformular
    • Einzugsermächtigung
    • Untersuchungsformular
  • Nützliches
    • Generelle Hinweise
    • Wichtige Hinweise zur Präanalytik und zum Probenversand
    • FAQ
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Schlagwortarchiv für: IFAT

Sie sind hier: Startseite1 / IFAT

Beiträge

Information zur IFAT-basierten serologischen Diagnostik von Ehrlichia canis

Aktuelles, Publikationen

20.03.2026

Seroreversion nach Kontakt mit Ehrlichia canis
Umfangreiche Datenauswertungen zeigen, dass niedrig-positive Titer im indirekten Immunfluoreszenz-Antikörpertest (IFAT) gegen Ehrlichia canis in Höhe von 1:320 oder 1:640 bei importierten Hunden, die einige Wochen nach der Einreise untersucht wurden, in der Regel lediglich einen vorherigen Kontakt mit dem Erreger widerspiegeln. Diese serologischen Befunde sind nicht zwangsläufig Ausdruck einer klinisch relevanten oder behandlungsbedürftigen Infektion. Diese Einschätzung wird dadurch gestützt, dass betroffene Hunde auch ohne antibiotische Therapie nach 5-7 Monaten wieder seronegativ werden. Die beobachtete Seroreversion spricht dafür, dass es sich in vielen Fällen um eine vorübergehende Exposition oder eine subklinische Infektion handelt, bei der der Erreger vom Immunsystem effektiv eliminiert wird. Vor diesem Hintergrund sollte bei isoliert niedrig-positiven IFAT-Titern – insbesondere bei fehlender klinischer Symptomatik – grundsätzlich keine antibiotische Therapie eingeleitet werden.

Diagnostisches Vorgehen und Interpretation von Befunden
Zur Diagnose der caninen Ehrlichiose stehen verschiedene serologische und molekularbiologische Methoden zur Verfügung. Als serologischer Referenztest gilt der indirekte Immunfluoreszenz-Antikörpertest (IFAT) zum Nachweis von Anti-Ehrlichia-canis-IgG-Antikörpern. In einem Übersichtsartikel zur Diagnostik der caninen monozytotropen Ehrlichiose weisen u.a. Harrus und Waner darauf hin, dass ein positiver Antikörpertiter zwar als verlässlicher Hinweis auf eine Exposition gegenüber dem Erreger zu interpretieren ist, jedoch keinen sicheren Rückschluss auf das Vorliegen einer aktiven Infektion erlaubt (1). Um eine aktive Infektion wahrscheinlicher zu machen, wird die Durchführung von zwei aufeinanderfolgenden IFAT-Untersuchungen im Abstand von sieben bis vierzehn Tagen empfohlen. Ein vierfacher Anstieg des Antikörpertiters gilt dabei als starker Hinweis auf eine aktive Infektion. In solchen Fällen kann eine zusätzliche Bestätigung durch den direkten Erregernachweis mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erfolgen.
Die Diagnose der caninen Ehrlichiose sollte grundsätzlich nicht allein auf serologischen Testergebnissen basieren, sondern immer im Kontext der klinischen Symptomatik, der Anamnese sowie weiterer laborchemischer Befunde gestellt werden. Zu den unterstützenden Laborparametern zählen insbesondere Veränderungen der Thrombozytenzahlen, da eine Thrombozytopenie ein häufiges hämatologisches Begleitphänomen der Erkrankung darstellt. Zusätzlich kann der molekularbiologische Nachweis von Ehrlichia-DNA mittels PCR eine wichtige diagnostische Ergänzung darstellen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass negative PCR-Ergebnisse nicht zwingend eine Infektion ausschließen, da der Nachweis stark vom untersuchten Probenmaterial und vom Zeitpunkt der Probenentnahme abhängig ist. Darüber hinaus können mögliche Koinfektionen mit anderen durch Zecken übertragenen Pathogenen – beispielsweise Anaplasma phagocytophilum – sowohl klinische Symptome als auch Laborwerte beeinflussen und die diagnostische Einordnung erschweren. Insbesondere bei serologischen Screeningverfahren wie ELISA können solche Koinfektionen zu komplexen Befundkonstellationen führen.

Immunologische Grundlagen der Antikörperbildung
Bereits subklinische Infektionen oder kurzzeitige, transiente Erregerexpositionen mit Ehrlichia canis (höchstwahrscheinlich auch mit Anaplasma phagocytophilum) können eine adaptive Immunantwort auslösen (2). In solchen Situationen repliziert sich der Erreger häufig nur kurzfristig in seinen Zielzellen und wird anschließend rasch durch das Immunsystem eliminiert. Während dieses Prozesses werden dendritische Zellen aktiviert, die mikrobielle Antigene aufnehmen und präsentieren. Dies führt zur Aktivierung von T-Helferzellen, welche wiederum die Differenzierung von B-Lymphozyten zu antikörperproduzierenden Plasmazellen unterstützen. Im Verlauf dieser Immunreaktion werden zunächst Immunglobulin-M-(IgM)-Antikörper gebildet, gefolgt von der Produktion spezifischer IgG-Antikörper. Nach erfolgreicher Elimination des Erregers können diese IgG-Antikörper für eine gewisse Zeit im Organismus persistieren oder im Verlauf wieder abfallen und schließlich unter die serologische Nachweisgrenze sinken.

Entscheidend ist hierbei, dass der Nachweis von IgG-Antikörpern nicht zwangsläufig eine bestehende oder chronische Infektion belegt, sondern in vielen Fällen lediglich eine frühere Exposition gegenüber dem Pathogen widerspiegelt.

Schlussfolgerungen für die klinische Praxis
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass niedrig-positive IFAT-Titer im Bereich von 1:320 bis 1:640 bei importierten Hunden häufig nur einen zurückliegenden Erregerkontakt anzeigen. Ohne klinische Symptomatik oder weitere diagnostische Hinweise auf eine aktive Infektion besteht in diesen Fällen in der Regel keine Indikation für eine antibiotische Therapie! Die diagnostische Bewertung sollte stets auf einer integrativen Betrachtung aus Serologie, molekularbiologischen Nachweismethoden, klinischer Untersuchung, Laborparametern und Anamnese beruhen. Darüber hinaus verdeutlichen immunologische Mechanismen, dass bereits eine kurzzeitige oder subklinische Erregerexposition eine messbare Antikörperantwort hervorrufen kann, ohne dass eine persistierende Infektion vorliegt. Der isolierte Nachweis von IgG-Antikörpern ist daher primär als Marker einer früheren Immunexposition zu interpretieren und sollte nicht automatisch mit einer behandlungsbedürftigen Erkrankung gleichgesetzt werden.

  1. Harrus S, Waner T. Diagnosis of canine monocytotropic ehrlichiosis (Ehrlichia canis): an overview. The Veterinary Journal. 2011;187(3):292–296.
    DOI: 10.1016/j.tvjl.2010.02.001
  2. Murphy K, Weaver C. Janeway’s Immunobiology, 9th edition. Garland Science, 2017.
/wp-content/uploads/2023/08/Parasitus-Logo-web.png 0 0 Tobias Werner /wp-content/uploads/2023/08/Parasitus-Logo-web.png Tobias Werner2026-03-20 22:31:012026-03-20 22:36:24Information zur IFAT-basierten serologischen Diagnostik von Ehrlichia canis

Helfen Sie mit, parasitäre Erkrankungen zu bekämpfen. Werden Sie Mitglied in unserem gemeinnützigen Verein Parasitus Ex e. V. ! Der Mindestbeitrag ist mit 30 Euro/Jahr bewusst niedrig. Auch Spenden von Nichtmitgliedern sind herzlich willkommen.

Traumhund Broschüre


Traumhund aus dem Süden Interessieren Sie sich dafür, einen Hund aus einem süd- oder südöstlichen Land zu „adoptieren“? Unsere Informations-Broschüre mit Checkliste deutsch soll Ihnen dabei helfen, einen möglichst gesunden vierbeinigen Freund zu finden.
Our information booklet with check list deutsch is also available in english.

Copyright © 2005 - 2026 parasitosen.de und Parasitus Ex e.V.
  • Impressum
  • Datenschutz
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen

Bitte erlauben Sie uns Cookies zu benutzen. Alle Infos dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung oder in den Einstellungen.

Alle annehmenAlle ablehnenEinstellungen

Cookie and Datenschutzeinstellungen



Wie wir Cookies verwenden

Wir können Cookies anfordern, die auf Ihrem Gerät eingestellt werden. Wir verwenden Cookies, um uns mitzuteilen, wenn Sie unsere Websites besuchen, wie Sie mit uns interagieren, Ihre Nutzererfahrung verbessern und Ihre Beziehung zu unserer Website anpassen.

Klicken Sie auf die verschiedenen Kategorienüberschriften, um mehr zu erfahren. Sie können auch einige Ihrer Einstellungen ändern. Beachten Sie, dass das Blockieren einiger Arten von Cookies Auswirkungen auf Ihre Erfahrung auf unseren Websites und auf die Dienste haben kann, die wir anbieten können.

Notwendige Website Cookies

Diese Cookies sind unbedingt erforderlich, um Ihnen die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen zur Verfügung zu stellen.

Da diese Cookies für die auf unserer Webseite verfügbaren Dienste und Funktionen unbedingt erforderlich sind, hat die Ablehnung Auswirkungen auf die Funktionsweise unserer Webseite. Sie können Cookies jederzeit blockieren oder löschen, indem Sie Ihre Browsereinstellungen ändern und das Blockieren aller Cookies auf dieser Webseite erzwingen. Sie werden jedoch immer aufgefordert, Cookies zu akzeptieren / abzulehnen, wenn Sie unsere Website erneut besuchen.

Wir respektieren es voll und ganz, wenn Sie Cookies ablehnen möchten. Um zu vermeiden, dass Sie immer wieder nach Cookies gefragt werden, erlauben Sie uns bitte, einen Cookie für Ihre Einstellungen zu speichern. Sie können sich jederzeit abmelden oder andere Cookies zulassen, um unsere Dienste vollumfänglich nutzen zu können. Wenn Sie Cookies ablehnen, werden alle gesetzten Cookies auf unserer Domain entfernt.

Wir stellen Ihnen eine Liste der von Ihrem Computer auf unserer Domain gespeicherten Cookies zur Verfügung. Aus Sicherheitsgründen können wie Ihnen keine Cookies anzeigen, die von anderen Domains gespeichert werden. Diese können Sie in den Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers einsehen.

Datenschutzrichtlinie

Sie können unsere Cookies und Datenschutzeinstellungen im Detail in unseren Datenschutzrichtlinie nachlesen.

SpeichernAblehnen
Öffnen Sie die Nachrichtenleiste Öffnen Sie die Nachrichtenleiste Öffnen Sie die Nachrichtenleiste