Neue Babesienart Babesia vulpes definiert

Als Erreger der Babesiose des Hundes sind eine Vielzahl an Babesienarten bekannt. In der Vergangenheit kam es bei der Einordnung der Erreger häufig zu Unsicherheiten, da die Klassifizierung teilweise unklar war und von den Autoren unterschiedliche Namen für die Erreger genutzt wurden. Baneth et al. haben nun eine Reklassifizierung vorgenommen und den Namen Babesia vulpes festgelegt. Die Arten Theileria annae, Babesia annae und Babesia microti-like entfallen somit zukünftig, da es sich hier um den gleichen Erreger handelt.

Parasit Vectors. 2019 Mar 26;12:129-133.

Schildzeckengattung Hyalomma in Deutschland häufiger nachgewiesen

Hyalomma stellt eine Gattung innerhalb der Schildzecken dar, die als Überträger vieler Erkrankungen bekannt sind. Die beiden Arten Hyalomma marginatum und Hyalomma rufipes wurden in der Vergangenheit in Deutschland lediglich vereinzelt nachgewiesen, scheinen nun aber zunehmend auch bei uns eine Rolle zu spielen. Beide Arten übertragen sowohl das Orthonairovirus (Erreger des Krim-Kongo-Fiebers) als auch das Bakterium Rickettsia aeschlimannii (Erreger des Zecken-Fleckfiebers). Innerhalb einer kürzlich vorgestellten Studie wurde im Zeitraum Sommer/Herbst 2018 dazu aufgerufen, Zecken unüblicher Größe und Verhaltens einzusenden und analysieren zu lassen. Als Ergebnis konnten 18 Zecken der Gattung Hyalomma identifiziert werden, von denen 10 Zecken der Art Hyalomma marginatum und 8 Zecken der Art Hyalomma rufipes zugeordnet wurden. In 9 Tieren wurde zudem der humanpathogene Erreger Rickettsia aeschlimannii nachgewiesen. Möglicherweise wurden diese Zecken zunächst von Zugvögeln eingeschleppt, eine weitere Verbreitung der beiden Zeckenarten auch in Deutschland scheint bei einem weiteren Fortschreiten des Klimawandels allerdings durchaus denkbar.

Parasit Vectors. 2019 Mar 26;12:134-141.

Hunde stellen Erregerreservoir für Rickettsia felis dar

Rickettsia felis ist ein obligat intrazelluläres Bakterium aus der Gattung der Rickettsien und verursacht bei der Katze das sogenannte Flohfleckfieber. Die Erregerübertragung erfolgt durch den  Floh, wobei neben dem Katzenfloh auch Hundeflöhe, Menschenflöhe und Igelflöhe eine Rolle spielen. Bislang unbekannt war, dass der Hund ein natürliches Erregerreservoir für Rickettsia felis darstellen kann, wie es in einer gemeinsamen Arbeit vietnamesischer und australischer Wissenschaftler kürzlich nachgewiesen wurde. Ihnen gelang die horizontale Übertragung des  Erregers von infizierten auf gesunde Hunde per Katzenfloh.

Traub, R. (2019, April 3rd). Almost four years in the making to unequivocally prove that dogs are the natural mammalian reservoir for flea borne spotted fever in humans CVBD World Forum, Trieste [Tweet]. Retrieved from https://twitter.com/rebecca_traub/status/1113575724655435776

Aktueller Hinweis zur Webseite

                                                         

 

Im Augenblick wird fleissig an der Homepage gearbeitet und die Inhalte nach und nach ergänzt.

Einige Menüpunkte sind deshalb noch nicht hinterlegt, befinden sich aber in Arbeit.

Erbschaft & Spenden

Sie engagieren sich selbst seit Jahren im nationalen oder internationalen Tierschutz? Sie oder eine Person aus Ihrem Umfeld hatten bereits selbst einmal ein Tier aus dem Auslandstierschutz und wurden bei der Diagnostik und Therapie der Mittelmeererkrankungen von unserem Verein PARASITUS EX umfangreich und kostenfrei unterstützt? Sie finden unsere Arbeit einfach rundherum unterstützenswert?

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-Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen in unsere Arbeit-

Neue Studie: Bartonella-Vorkommen bei Haustieren in Hessen

Bartonellen sind Bakterien, die langandauernde Infektionen bei Mensch und Tier hervorrufen können mit unterschiedlich schweren Verläufen. Wir möchten die Verteilung dieser Bakterien und die mögliche Übertragung durch Zecken untersuchen, um eine Übertragung auf Mensch und Tier abschätzen zu können.
 
Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Studie unterstützen können. Dazu benötigen wir Zecke(n) von Ihrem Tier und Blutproben von Ihnen und Ihrem Tier.
 
Weitere Informationen zu dieser Studie erhalten Sie von Yvonne Regier, Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Uni-Klinikum Frankfurt per email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 
alle relevanten Informationen können Sie sich vorab hier anschauen bzw. speichern
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Projekte 2016

Für das Jahr 2016 sind wieder einige spannende Projekte geplant.
Wir starten wieder eine große Fangaktion von Sandmücken (Phlebotomus mascittii) vom 01.07. bis 15.08.2016  in Süddeutschland (Baden-Würtemberg) und Rheinland-Pfalz.

Die Aktion in Baden-Würtemberg wird ungefähr im Gebiet zwischen Lörrach und Baden-Baden bis ins Landesinnere stattfinden. Gefangen wird im innerstädtischen bzw. innerdörflichen Bereich.
Die Fangnetze werden in Gebäuden (z.B. ältere Gebäude / Scheunen) mit unbefestigtem Boden aufgehangen.

Dabei werden wir von der Tierärztlichen Hochschule in Hannover sowie vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg unterstützt.

Jede Unterstützung durch unsere Mitglieder und Interessierten bei der Fangaktion ist willkommen.

Wir benötigen vor allem Hinweise auf geeignete Gebäude und die Erlaubnis dort die Fallen aufhängen zu dürfen.

Weiterhin erstellen wir eine deutschlandweite Karte mit bekannten Fundorten von Phlebotomus mascittii und versuchen durch ein Geoinformationssystem in Zusammenarbeit mit Dr. Renke Lühken vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg noch unbekannte Brutplätze zu lokalisieren.
Im Labor von Parasitus Ex e.V. in Niederkassel untersuchen wir das Orientierungsverhalten der Sandmücken und versuchen eindeutig anlockend wirkende Stoffe zu identifizieren.
In Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule in Hannover erstellen wir eine Zelllinie um eine mögliche Vektorfunktion von Phlebotomus mascittii in Bezug auf viral übertragbare Erkrankungen zu klären.

Das aufwändigste und abenteuerlichste Projekt wird eine Fangaktion auf der italienischen Insel Montecristo sein. Die dort vorkommenden Sandmücken (Phlebotomus mascittii) sollen von Juni bis August diesen Jahres in Kooperation mit italienischen Forschern gefangen werden. Die gefangenen Exemplare werden dann im Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg auf eine mögliche Infektion mit Viren und / oder Leishmanien untersucht.

Researchgate.net

Parasitus Ex ist nun auch im Researchgate (eine wissenschaftliche Plattform und Datenbank) vertreten durch Susanne Lorentz. Parasitus Ex ist inzwischen mit 28,06 Impact Points aufgestellt. Unsere wissenschaftlichen Arbeiten wurden 214 mal zitiert und 939  mal heruntergeladen. Stand: 18.01.2016. (www.researchgate.net)

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