Behandlung Leishmaniose

Behandlung:

LeishVet Guideleines 2018.

Eine den Erreger eliminierende Therapie ist nicht bekannt, die Erkrankung ist daher nicht heilbar. Das alleinige Vorhandensein eines Titers ist keine therapeutische Indikation. Die Therapieempfehlungen in Deutschland unterscheiden sich von denen der Herkunftsländer, da in diesen der Hund als Erregerreservoir gilt und daher vor Ort häufig sehr aggressiv therapiert wird. Empfohlene Vorgehensweise: Alle 3 Monate Monitoring mit Blutbild, Klinischer Chemie, Eiweißelektrophorese, evtl. Harnstatus/UPC. Bei unkompliziertem Verlauf kann das Monitoring auf alle 6 Monate ausgedehnt werden. Je nach klinischer Symptomatik muss zudem individuell therapiert werden mit:

Leishmanistatika: Medikamente, welche auf Leishmanien eine (das Wachstum) hemmende Wirkung haben z.B. Allopurinol (purinarme Ernährung wegen Gefahr der Bildung von Xanthinsteinen beachten).

Immunmodulatoren: Beeinflussen das Immunsystem in Richtung zellulärer Immunreaktion z.B. Domperidon.

Leishmaniziden: Medikamente, welche auf Leishmanien eine abtötende Wirkung haben z.B. Miltefosin,Antimoniate.

Cave: Nebenwirkungen beachten! Eine systemische Kortisontherapie ist bei vektorbasierten Erkrankungen in der Regel kontraindiziert und darf nur unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen! Eine Impfung aktiviert die humorale Immunreaktion und kann einen Schub zur Folge haben! Es müssen parallel auch immer die Co-Infektionen behandelt werden, da sich die Leishmaniose ansonsten häufig nicht ausreichend stabilisieren lässt!

Wichtig: Die Sensitivität des Erregers gegenüber Leishmaniziden nimmt mit wiederholtem Einsatz ab. Diese Präparate sollten daher mit Bedacht und nur bei ausgeprägter klinischer Symptomatik eingesetzt werden: Ann Trop Med Parasitol. 1992 Dec;86(6):613-620.